Orientierung in Zeit und Raum

A. Einleitungen

Jeder Einzelne von uns verändert sich. Menschen verändern sich ständig vom Moment der Geburt bis zu ihrem Tod. Veränderung ist etwas Positives. Sie erfolgt beim Menschen in seinem eigenen biologischen Tempo. Diese Erfahrung werden die meisten Menschen mit mir teilen.
Gleichzeitig verändert der Mensch seine Umwelt. Je mehr Menschen den Planeten Erde bevölkern, desto mehr Veränderungsimpulse gibt es. Während der einzelne Mensch biologisch altert, hat die Veränderungsgeschwindigkeit der Welt in der wir leben, stetig zugenommen. Unsere Außenwelt verändert sich durch menschliche Einflüsse. Die Geschwindigkeit unserer Innenwelt ist aber gleich geblieben. Der Mensch braucht Zeit, um zu lernen. Er kann sich nicht unbegrenzt an eine sich schneller verändernde Umwelt anpassen. Innen- und Außenwelt bewegen sich in unterschiedlichem Tempo.
Seit der Industrialisierung um 1800 sind die Veränderungsimpulse auf unserem Planeten immer schneller geworden. Der vorindustrielle Mensch hatte ein Leben lang Zeit sich an seine Umwelt anzupassen, um zu überleben. Sein Wissen wurde von Generation zu Generation weiter gegeben. Heute verändert sich die Welt schneller, als es den Menschen gelingen wird, sich dieser Veränderung anzupassen und mögliche Erkenntnisse der nächsten Generation mit auf dem Weg zu geben. Dieses Dilemma erzeugt im 21. Jahrhundert enormen Stress. Stress ist die Anspannung durch innere und äußere Reize. Stressoren stören das innere Gleichgewicht (Homöostase) eines Menschen und erfordern eine Anpassungsreaktion. Bei acht Milliarden Menschen führt dies zu acht Milliarden zum Teil unterschiedlichen Anpassungsreaktionen. Wie können wir mit diesen Herausforderungen umgehen? Welche Antworten gibt uns die Kommunikationswissenschaft?

 

 

 

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